Psychotherapie nach HPG
Mehr Leben ins Leben bringen.
There will come a time when you believe everything is finished. That will be the beginning.
Louis L'Amour
Ich glaube, dass Menschen, die Therapie in Anspruch nehmen, nicht krank sind, sondern mutig. Allein schon, weil sie hinschauen, wo es einfacher wäre, sich abzulenken. Und ich bin überzeugt, dass jeder von innerer Arbeit profitiert, der sie beginnt. Schon deshalb, weil unser Nervensystem auf eine bestimmte Weise auf Herausforderungen reagiert: Wo immer eine Erfahrung zu herausfordernd ist, um sie flüssig zu beantworten, sorgt das Nervensystem dafür, dass die Erfahrung innerlich kompensiert wird. Mit Mechanismen, die sich jahrtausendelang bewährt haben. Das ist klug, um uns zu schützen,— und hat den Nachteil, dass dieser Prozess uns selbst nicht bewusst ist. Die eingebauten Kompensationen bleiben unsichtbar und unspürbar, reduzieren aber nachhaltig die Bandbreite von Leben und Erleben.
Ziel von Therapie ist es, nach und nach mehr dieser gefrorenen Lebenskraft freizuspielen, damit sie für anderes zur Verfügung steht: Mehr Energie, mehr klares Bauchgefühl, mehr Wissen wie mein Leben aussehen kann. Es sind häufig die ersten Therapieerfahrungen, die Wurzeln wieder spürbarer und neue Bewegung möglicher machen. Damit ist Therapie auch ein Schritt hin zu sich selbst: Zu dem, was im eigenen Leben an Kraft und Tiefe angelegt ist.